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   Home -› Graphik Motive Motifs -› G Tiere Animals -› G Elefanten Elephants -› Elefant Elephant Kampf eines Elefanten gegen Füchse Radierung und Kupferstich von Johann Elias Ridinger 1744


Elephant Elefant. Die Rache eines niedrigen an einem mächtigern ist schädlich. Blatt 7 der Lehrreiche(n) Fabeln aus dem Reiche der Thiere zur Verbesserung der Sitten und zumal zum Unterrichte der Jugend. Original-Radierung und -Kupferstich Copper engraving von Johann Elias Ridinger, unter älterem Schrägschnitt-Passepartout. Herrlicher früher Druck ohne die Numerierung oben rechts. 1744. 32 x 24 cm, Blattgröße ca. 51 x 35,5 cm - Erhaltung siehe scan, mit Altersspuren, Blattränder auf der Rückseite mit Montagestreifen hinterlegt.

Ridinger im separaten Begleittext: "Der Elefant, dieser Koloß der Tierschöpfung, wollte den Menschen nachahmen und durch das Bereisen entfernter Länder und Weltteile seine Kenntnisse und Erfahrungen bereichern. Vorzugsweise richtete er sein Augenmerk auf Europa, den Weltteil, in welchem Künste und Wissenschaften herrlich gedeihen und den die wohltätige Hand der Kultur auf die höchste Stufe des Ruhmes erhoben hat. Bald war eine Gelegenheit, sich einzuschiffen, gefunden und ein günstiger Wind brachte ihn schnell an das Ufer der für ihn neuen Welt, welche er, nach Art der wandernden Genies, zu Fuße durchkreuzen wollte. Sein Weg führte ihn durch das beinahe undurchdringliche Dickicht eines Waldes, durch dessen Gebüsch-Labyrinthe sich aber sein Rüssel schnell Bahn brach. Das Rauschen der Blätter, das Geräusch, welches das Umknicken der Zweige verursachte, lockte ein naseweises Füchschen herbei, um den Urheber der Störung der friedlichen Waldstille zu erspähen. Mit Staunen gewahrte er dieses wandernde Fleischgerüste; unbesonnen wagte er sich in seine Nähe und brachte, während er an ihm hinaufgaffend das, was neben ihm vorging, übersah, seinen armen Schweif unter die Knochen- und Muskelsäule eines Elefanten-Fußes, und auf einen Tritt trennte sich diese bekannte Zierde des Fuchsgeschlechtes vom Körper. Ein durchdringender Schrei folgte dieser gewaltsamen Verstümmlung und von allen Seiten strömten die Namens-Verwandten ihres so grausam englisirten Mitbruders herbei. Nachdem sie ihm einstimmig zu dem empfindlichen Verluste kondoliert und ihn damit etwas getröstet hatten, daß sich jetzt mehrere Füchse à la Titus trügen; so schworen sie einmütig, an dem Frevler blutige Rache zu nehmen, und begannen sofort den eben so unbesonnenen, als ungestümen Angriff. Der edle Ausländer, der sich nach Art großer Geister wenig um das bekümmerte, was hinter und neben ihm vorging, sah sich auf einmal von einer ganzen Compagnie zornerfüllter Füchse umzingelt und ohne einen Augenblick die Fassung zu verlieren, drückte er die vorlautesten mit dem Rüssel dergestalt zusammen, daß ihr Heldenfeuer mit dem Atem zugleich erlosch, die andern aber hauchten ihre Begeisterung unter der lebendigen Stoßmühle seiner Tritte aus. Schnell, wie der Angriff, war auch die Niederlage und bald die Armee pulverisirt. Ein alter Fuchs, der hinter der Fronte kommandierte, rief dem den Wahlplatz behauptenden Helden zu: "Tyrann! schämst Du Dich nicht, in dem Blute der unsrigen zu waten?" "Nicht im Mindesten," erwiderte der Sieger, "eben so verächtlich als verderblich ist blinde Rachsucht, welcher nicht angemessene Kräfte zu Gebote stehen."

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